Tag 14 – Donnerstag, 28. Mai 2026

Direkt nach dem Frühstück geht es noch einmal ins Meer – doch die Erfrischung hält nicht lange an. Bis wir unsere Sachen in den Koffern des Motorrads verstaut haben, das rund 300 Meter entfernt geparkt ist, sind wir bereits wieder vollkommen durchgeschwitzt. Es ist noch nicht einmal Mittag, und das Thermometer kratzt schon an der 30-Grad-Marke. 

Heute führt uns die Reise bereits wieder ein Stück weiter Richtung Norden – und damit langsam auch unserer Heimat entgegen. Wie so oft nehmen wir nicht die direkte Strecke, sondern fahren lieber durchs Hinterland. In einem winzigen Dorf legen wir einen kurzen Stopp ein. Gerade verabschiedet sich der Marktfahrer, der die Bewohner mit frischem Gemüse und Blumen versorgt hat. Der Besitzer des kleinen Cafés dürfte bereits über 70 sein und freut sich sichtlich, Daniel einen echten griechischen Kaffee servieren zu dürfen. Nach und nach gesellen sich seine Kollegen zu uns. Theo, der gebrochen Deutsch spricht, weil er 47 Jahre in Bayern gearbeitet hat, hat unsere Rechnung längst bezahlt, noch bevor wir überhaupt dazu kommen. Wo gibt es denn so etwas? Und als wäre das nicht schon besonders genug, läuft uns mitten im Dorf tatsächlich noch eine Schildkröte über den Weg. 

Die letzte Etappe des Tages führt dann doch noch an der Küste entlang. Zunächst durch Parga – ein hübsches Städtchen, wenn auch inzwischen ziemlich touristisch. Unser Ziel liegt jedoch noch ein Stück weiter nördlich. Schranke, Portier und jede Menge Personal – sofort kommt uns der Gedanke: „Wir sind hier falsch. Völlig underdressed und ohne passende Kleidung.“ Eigentlich sind wir ja geübt darin, Unterkünfte mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis auszuwählen … diesmal haben wir wohl die Details etwas zu wenig beachtet. 

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