Tag 4 – Montag, 18. Mai 2026

Strahlender Sonnenschein, gute Laune und ein Plan, der sich morgens noch ziemlich genial angefühlt hat – so startet unser Tag. Nach einem ruhigen Frühstück (wir sind tatsächlich die einzigen Gäste) inklusive Kriasi-Marmelade, die stark an die selbstgemachte Marmelade aus der Kindheit erinnert, geht es los.

Der Morgen meint es allerdings abenteuerlicher mit uns als gedacht: Erst zickt das Motorrad beim Starten kurz herum und wenig später landen wir auf einem Forstweg, den ein Unwetter offenbar persönlich auseinandergenommen hat. Rutschig, matschig, löchrig … Nach mühsamem Wenden und vorsichtigem Zurückkämpfen auf die Straße passiert das Unfassbare: Google schickt uns einfach noch einmal auf einen Weg dieser Art. Unsere kurze Freundschaft mit Google Maps hat dadurch definitiv einen ordentlichen Knacks bekommen.

Doch dann entschädigt Bosnien wieder für alles: sanfte Hügel, weite Hochebenen, einsame Straßen und Landschaften, bei denen wir uns ständig fragen, warum eigentlich niemand davon erzählt. Wir hatten wirklich keine Ahnung, wie schön dieses Land ist.

Und weil ein bisschen Drama offenbar zum Tagesprogramm gehört, beginnen Tamara nun auch noch die Druckstellen im Helm in den Wahnsinn zu treiben – der Helm steht zwischenzeitlich kurz davor, im Straßengraben zu landen.

Irgendwie schaffen wir es schließlich doch noch nach Jajce. Ein kleiner Spaziergang durch das hübsche Städtchen, die berühmten Wasserfälle und ein italienisches Eis sorgen dann dafür, dass die Strapazen des Tages erstaunlich schnell vergessen sind. Zumindest bis morgen.

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