Tag 8 – Freitag, 22. Mai 2026

Der heutige Tag überrascht uns positiv. Albanien zeigt sich noch einmal von einer völlig anderen, wilden Seite, die uns immer wieder zum Anhalten verleiten möchte. Zunächst prägen weite Felder und Landwirtschaft die Gegend, später werden die Straßen kurviger, die Hügel höher und die Landschaft einsamer. Besonders die Fahrt entlang der Flüsse „Lugina“ und „Drinos“ im „Drinos-Tal“ begeistert uns – rau, ursprünglich und beeindruckend schön. Und wie schon zuvor in Bosnien und Montenegro blitzen auch heute wieder schneebedeckte Gipfel in der Ferne auf – ein Anblick, den wir hier unten im Süden nicht erwartet hätten.

Gegen Mittag erreichen wir Griechenland. Beim ersten Tzatziki und dem ersten griechischen Salat wissen wir sofort: wir haben das richtige Reiseziel gewählt. Weiter geht es nach „Zagori“, seit 2023 UNESCO-Weltkulturerbe. Zufälligerweise waren wir genau in jenem Jahr schon einmal hier. Kein Wunder, die Gegend ist auch wirklich wunderschön. Die Region zählt 46 Dörfer, von denen nur eine Handvoll ca. 45 Einwohner zählt. Auf knapp 1000 Metern Höhe ist es plötzlich ein paar Grad kühler und bei frischen 18 Grad und leichtem Regen erreichen wir unser Ziel. Die Gassen sind leer, kein Mensch ist unterwegs. Kaum vorstellbar, dass hier in der Hochsaison reger Betrieb herrschen soll.

Das kleine Restaurant „Amalia“ entpuppt sich als echter Glücksgriff – authentische Küche, großartige Aromen und genau die Herzlichkeit, die man sich wünscht. Die Nacht in den alten Gemäuern wird dafür eher frisch. Schlafen bei offenem Fenster ist keine Option und kurz nach Mitternacht greift Daniel doch noch zum Jogginganzug.

Proudly Powered by WordPress