Tag 23 – Samstag, 6. Juni 2026

Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker – wir haben gestern spontan beschlossen, ohne weitere Stopps nach Hause zu fahren (wissend, dass es ein starker Reisetag werden würde und doch in der Hoffnung, bei einer frühen Abreise gut „durchzukommen“). So packen wir noch die „Dolci“, die für unser Frühstück vorbereitet wurden ein und starten pünktlich um 6.00 Uhr.

Die Abfahrt ins Tal gestaltet sich aufgrund der zahlreichen Schlaglöcher noch einmal etwas abenteuerlich. Doch auch diese Herausforderung meistert Daniel souverän. (Ehrlich gesagt spüre ich bereits auf den ersten Kilometern, dass seine Gedanken heute stärker auf zuhause gerichtet sind als auf die Reise selbst – die entspannte Gelassenheit der vergangenen Tage ist einem klaren Ziel gewichen: heimkommen.)

Nicht weit vom Meer und Rimini entfernt geht es auf die Autobahn: Bologna – Mailand – Chiasso. Und ganz ehrlich: Das ist nicht mehr das schöne Reisen, das uns in den vergangenen Wochen begleitet hat. Das ist schlicht das Bedürfnis, nach Hause zu kommen.

Kaum im Tessin, beginnt es zu regnen. Wie schon auf der ersten Etappe schlüpfen wir erneut in die Regenkleidung. Als wäre das nicht genug, hat sich auch noch das Headset verabschiedet – und damit unsere Verbindung während der Fahrt. Wirklich ärgerlich, gerade auf einer so langen Etappe. Über den San Bernardino ist bereits Stau, dass dieser bis nach Chur reicht, damit hätten wir nicht gerechnet. Mit 1 ½ Stunden Verspätung kommen wir am Nachmittag gesund, glücklich, erfüllt und gleichzeitig müde und erschöpft in unserem neuen zu Hause an.

Fazit unserer Reise

  • 10 Länder
  • 14 Reisetage
  • 9 Strandtage
  • 3.790 Motorrad-Kilometer
  • rund 68.000 Höhenmeter

Eine Reise ist zu Ende. Die Zahlen erzählen einen Teil der Geschichte, doch das Wertvollste lässt sich ohnehin nicht messen. Was bleibt, sind Erinnerungen an beeindruckende Landschaften, besondere Orte, inspirierende Begegnungen und unvergessliche Momente. Vor allem aber bleibt die Dankbarkeit, all dies gemeinsam erlebt zu haben.

Denn das Schönste an dieser Reise lässt sich weder in Kilometern noch in Höhenmetern ausdrücken. Es sind die gemeinsamen Erlebnisse, das Vertrauen, die Liebe und der Zusammenhalt, die uns auf jedem Kilometer begleitet haben. Genau diese Dinge nehmen wir mit nach Hause – und sie werden noch lange nachwirken. ❤️

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