Die heutige Etappe führt uns zunächst in Richtung Taranto und anschließend weiter nach Matera. Bis hierher haben wir offenbar eine Strecke gewählt (oder zeigt sich Apulien in dieser Gegend generell so?) die landschaftlich wenig reizvoll wirkt. Industrieanlagen, weite trockene Ebenen und zahlreiche Windkraftwerke prägen das Bild und tragen nicht unbedingt zu dessen Schönheit bei.
Ab Matera verändert sich die Landschaft spürbar. Es wird hügelig, das Grün nimmt zu und wir genießen Straßen, die zwar längst eine Sanierung vertragen könnten, auf denen uns jedoch über viele Kilometer kaum ein anderes Fahrzeug begegnet. Genau diese Ruhe macht den Reiz des Reisens mit dem Motorrad aus.
Unsere heutige Unterkunft in San Chirico Nuovo in der Region Basilikata punktet immerhin mit einer ausgezeichneten Küche. Das Zimmer ist in Ordnung, doch wieder kommt uns ein Spruch von Papa in den Sinn: „eine wilde Burg“. Gemeint ist damit, dass hier an so vielen Stellen offensichtlich gepfuscht wurde, dass man nur den Kopf schütteln kann. Beschattung, Poolbereich und Gartenmöbel – vieles wirkt noch nicht vorbereitet oder gepflegt und lädt im Moment noch alles andere als zum Verweilen ein. Nun ja, heute haben wir mit der Unterkunft nicht ganz ins Schwarze getroffen. Aber morgen wartet bereits die nächste Etappe, die uns wieder ein Stück weiter Richtung Norden führen wird.
